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Immobiliensuche im Trend

Seit der gesetzlichen Neuregulierung im Bereich der Maklerprovisionen kommt wieder Bewegung in die Immobiliensuche im Internet. Die Neureglung schafft einen interessanten Wettbewerb zwischen den Makler und gleichzeitig bei den Vermietern, welche sich zunehmend mehr damit beschäftigen ihre Immobilienangebote selbst zu vermarkten und entsprechend zu bewerben. Immobilienportale wie immobilienscout24, immobilo, immonet oder immowelt könnten jedoch nur bedingt davon profitieren, da zum einen die Anzahl der eingereichten Immobilieninserate der Makler sinkt und auf der anderen Seite die der Direktvermieter steigt. Langfristig werden sicherlich mehr Direktvermieter die Angebote der Portale nutzen. Beschlossen wurde, dass in Zukunft der Vermieter statt wie bisher der Mieter die an den Makler zu entrichtende Provision bezahlen muss. Vermieter könnten sich nun dazu entschließen eher die Vermarktung selbst vorzunehmen und den Werbe- und Organisationsaufwand selbst tragen oder man schlägt die zu erwartenden Kosten auf den zukünftigen Mietpreis auf – was einer indirekten Mieterhöhung gleich käme und nur dort funktioniert, wo man noch nicht an der oberen Mietpreisgrenze angekommen ist. Auch zu erwarten ist, dass durch die steigende Nachfrage nach einer Immobilienvermarktung die bekannten Portale ihr Preismodell anpassen werden. Gefragt sind gute und günstige Strategie seinem Exposé einem möglichst großem Publikum zugänglich zu machen und dabei möglicht eine hohe Vielfalt in den verschiedensten Kanälen zu erzeugen. Der Wohungssuchende ist in der Regel fit im Umgang mit Suchmaschinen und den bekannten Portalen und wird diese, auch mobil, verstärkt nutzen. Ein Defizit sehe ich in der Vermarktungsmöglichkeit von Immobilien auf den Seiten der Städte und Kommunen. Hier existieren zum Teil gar keine Möglichkeiten einer Immobilienvermarktung. Obwohl eine Umfrage ergab, dass 90% der Befragten vor einem Umzug in eine andere Gemeinde die Webseite der Gemeinde aufruft. Sei es aus behördlichen Gründen (z.B. Einwohnermeldeamt) oder informativen Recherchezwecken. Hier gäbe es im Vorfeld viel Potential den Immobilieninteressenten frühzeitig über aktuelle Angebote zu informieren. Ein gutes Beispiel für eine Selbstvermarktung bietet zum Beispiel die Stadt Springe in Niedersachsen, welche eine Immobilienplattform unter springe.de den Maklern oder Privatanbietern anbietet. Selbst der Springer Stadtteil Völksen hat seine Immobilien-Angebote geschafft in seine Webseite zu integrieren – in diesem Beispiel wurden einfach die Immobilien-Angebote von Ebay passend zum Stadtteil eingebunden und bieten nunmehr Inserenten über die Handelsplattform Ebay die Möglichkeit der Reichweitensteigerung direkt auf der Seite der Gemeinde. Andere Gemeinden wie zum Beispiel hameln.de listen lediglich die ortsansäßigen Makler auf. Hier und auf vielen anderen Gemeindeseiten gibt es in Zukunft Optimierungsbedarf.





 

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